Unsere diesjährige Spanienreise beginnt mit der pünktlichen
Ankunft am Flughafen Bilbao. Nach einer rund einstündigen Fahrt erreichen wir
Logroño, die Hauptstadt der Rioja, wo wir im währschaften Restaurant Iruña im
Herzen der Altstadt den bestens gelaunten Eduardo Hernáiz treffen, der die
familieneigene Finca La Emperatriz seit vielen Jahren mit Leidenschaft und grossem
Sachverstand führt. Ob das Iruña Eduardos Stammlokal ist, wissen wir nicht, aber
offensichtlich kennt er alle Gäste und das gesamte Personal. Ein Händedruck hier,
ein Lächeln da – und schon bald fühlen wir uns wie am Tisch einer grossen
spanischen Familie. Laufend werden neue Köstlichkeiten serviert; Schinken,
Würste, Gemüseplatten und Fleischstücke, und wie es sich in Spanien gehört, alles
auf Platten angerichtet und zum Teilen in die Tischmitte gestellt. Eduardo berichtet uns über die enormen Fortschritte, die der
spanische Weinbau und insbesondere das Anbaugebiet Rioja in den letzten Jahren
gemacht haben. Als Präsident der Vereinigung der bedeutendsten
Rioja-Familienbetriebe (Bodegas Familiares de Rioja) ist er geradezu berufen, über
dieses Thema zu sprechen. Eduardo erklärt: «Der Verband der Familienweingüter ist
wichtig, weil auch in der Rioja zu viele industrielle Massenweine von Grosskonzernen
produziert werden, die kaum den qualitativen Anforderungen hervorragender
Lagenweine genügen.»
Am nächsten Morgen führen wir die Gespräche beim Rundgang
durch den imposanten, 101 Hektar umfassenden Emperatriz-Rebberg fort. Wir sind beeindruckt
von der wissenschaftlichen Akribie, mit der Eduardo das Ziel des bestmöglichen
Weines verfolgt. Es versteht sich von selbst, dass er sich hierfür mit Mitarbeitern
um- gibt, die an den besten Weinuniversitäten studiert und auf den
renommiertesten Weingütern der Welt gearbeitet haben.
Dieses kumulierte Wissen und die Sorgfalt bei der
Herstellung spiegeln sich auch in Eduardos Gewächsen wider. Die nur für uns
produzierte Reserva ist ein Emperatriz-Wein, der qualitativ nahe an den Gran
Vino des Hauses heranreicht. Unsere letztjährige Entscheidung, mit dem Verkauf der
bereits Anfang 2023 gefüllten Reserva des grossen Jahrgangs 2019 weitere zwölf
Monate zu warten, sehen wir nun bestätigt: Die Verbindung von Eleganz und Finesse
mit einer bordeauxähnlichen Statur begeistert uns einhellig. Wir freuen uns
sehr, dass Eduardo diese Reserva exklusiv für uns keltert und wir weiterhin die
Möglichkeit haben, diesen erstklassigen und dennoch erschwinglichen Emperatriz
anbieten zu können.